Aktuell

Ziele

Das Lagebewertungssystem soll im Ereignisfall ohne Zeitverzug Informationen zum Schadensausmaß an Rettungs- und Einsatzkräfte übermitteln. Kern der Entwicklung sind robuste, energieautarke Funksensoren, die in die Wände solcher Bauwerke integriert werden. Die Widerstandsfähigkeit der baulichen Strukturen gegen Explosions- und Brandereignisse soll durch die Verwendung von optimiertem Hochleistungsbeton (UHPC) und spezieller energieabsorbierender Kopplungselemente für Tübbinge – das sind vorgefertigte Betonsegmente zum Bau von Tunneln – gesteigert werden. Das Verhalten des umgebenden Bodens unter dynamischer Beanspruchung und die Interaktion mit dem Tunnel werden in die Zustandsbeurteilung eingehen. Schädigungen durch Explosionen sollen lokal begrenzt und die Tragfähigkeit des Bauwerks gewährleistet bleiben. In einem Feldversuch (Case Study) wird die Praxistauglichkeit der entwickelten Komponenten getestet. Ergänzend werden Fragestellungen zum Beispiel zur Risikokommunikation als eine Einflussgröße untersucht und Aspekte wie Schnittstelle Mensch–Maschine, organisatorische und betriebliche Abläufe sowie der rechtliche Rahmen beleuchtet.

Anwendung

Ein System von energieautark arbeitenden Funksensorknoten stellt eine wesentliche Innovation dar, die über die Anwendung in „fühlenden robusten Wänden“ hinaus in vielen Bereichen Potenzial für Anwendungen bietet. Brandbeständiger, duktiler, ultrahochfester, faserverstärkter Beton kann neben Tunneln auch in vielen anderen Bauwerken Anwendung finden und die Robustheit und Dauerhaftigkeit erhöhen. Die einwirkungssensitiven Koppelungselemente können speziell im Bereich von Tunnelquerschlägen verwendet werden und helfen, Lastspitzen infolge Explosionsereignissen zu reduzieren.

Aktuell

Informationen zum Großversuch

Am 19. April 2011 fand der Großversuch im Rahmen des Forschungsprojekts AISIS statt.

Presseinformationen >>
Hintergründe >>

Einen Einblick in die Ergebnisse liefert der folgende Film:

Video vom Großversuch >>